Interessantes rund um die Kabardiner
(Die Berichte sind alle wahr und können belegt werden, wenn auch ein paar recht außergewöhnlich klingen mögen.)

  • In der Nähe des Gestütes "Malkinsk" fanden am 25.Juni 2000 die russischen Meisterschaften im Distanzreiten statt. Es gab 11 Teilnehmer der folgenden Rassen: Araber, Achal-Tekkiner, Tersker, Kabardiner und Anglo-Kabardiner.
    Das Geläuf war sehr schwierig und in gebirgigem Gelände. Zweimal musste der Fluss Malka überquerst werden. Die Temperatur betrug mittags 32°C, die Gesamtstrecke betrug 120 km.
    5 Pferde wurden während dem Ritt herausgenommen.
    Sieger wurde der Kabardiner "Ten" aus dem Gestüt "Guaran" in einer Zeit von 7 Stunden 20 Minuten und einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 17km/h. Die Plätze 2-4 wurden von den anderen Kabardinern/Anglokabardinern belegt. Ten lief unter dem Jockey Eldar Maremov. Alle Kabardiner kamen an.

  • Die erfolgreichste Kabardinerstute im Distanzsport in Deutschland war Gracia von Frau Anne Dörthe Stolze. Sie war bis auf Platz 9 der Eldric-Rangliste vorgerückt und hatte viele tausend Wettkampfkilometer zurückgelegt, als sie leider im Jahr 1999 verstarb. Einen Nachruf finden Sie unter Dokumente.

  • Im Winter 1935-36 wurde ein Distanztest rund um den kaukasischen Gebirgszug durchgeführt. Das Rennen führte über 3000 km auf der Strecke Pyatigorsk- Sukhumy- Kutaisy- Tbilisy- Baku- Makhachkala- Grozny- Vladikavkaz- Nalchik- Pyatigorsk. Es nahmen 15 Kabardiner, 8 Anglo-Kabardiner und Pferde anderer Rassen teil. Die Strecke war sehr schwer und führte über die unwegsamen Pässe von Sulamski und Klukhorski. Die Pferde benötigten 47 Tage und es wurden im Schnitt 64km am Tag zurückgelegt, an manchen sogar 120km. Die Gruppe wurde von Tierärzten begleitet die Atmung, Puls, sowie Gewicht und andere physische Parameter regelmäßig überprüften. Die Kabardiner und Anglo-Kabardiner schnitten durchweg am Besten ab. Im Anschluss legten sie noch 600 km nach Rostov innerhalb von 5 Tagen zurück.

  • 1946 wurde ein Konditionstest russischer Rassen in Moskau über 250km organisiert. Die letzten beiden Kilometer wurde galoppiert und der Gewinner war der Kabardiner Ali-Kadym in 25 Stunden.

  • Im Pamirgebirge musste eine sowjetische Grenzkavalarieeinheit bis auf 4000m hochreiten. Sie ritten auf verschiedenen Pferden, unter anderem auch auf Kabardinern. Die einzige Rasse, die es schaffte waren Kabardiner, die anderen Rassen mussten auf niedrigeren Höhen aufgeben, die letzten die vorher aufgaben waren Donpferde. Helikoptern war es nicht möglich Heu so weit hinauf zu bringen, aber die Kabardiner kamen hervorragend mit dem aus, was auf diesen Höhen noch zu finden war. Als sie wieder in die Standorte zurückgekehrt sind benötigten sie keine Erholung wohingegen Pferden anderer Rassen mehrere Tage Rast genehmigt wurde.

  • Vor wenigen Jahren beritt ein Reiter auf einem Kabardiner den Berg Elbrus, den höchsten Berg im Kaukasusgebirge und Wahrzeichen der Region mit 5642m.