Kabardinerzuchtprojekt
„Die Besten 60 Kabardiner: 10 Hengste und 50 Stuten“
Im Kaukasus ersteht gerade
wieder die Kabardinerzucht aus der bisschen Asche, die nach
dem Zusammenbruch der Sowjetunion von dieser großartigen
Pferderasse übrig war. Eine Neulistung von einem Großteil
der Pferde Kabardino-Balkariens und Karachai-Tscherkessiens
ist bereits erfolgt, eine erste Version des neuen Stutbuches
existiert und die Züchter erkennen das neu entstandene
Interesse an der Kabardiner Rasse.
Und dennoch ist noch viel zu
tun. Die Pferde in Adygea sind noch nicht gesichtet, im
balkarischen Teil Kabardino-Balkariens fehlen noch viele
Pferde, und auch in andere angrenzende Regionen wartet noch
Arbeit. Auch sind noch keine Ziele der Zucht vorgegeben –
man weiß noch nicht, wohin die Zucht gehen soll.
Hier wollen wir Abhilfe
schaffen. In einem Treffen mit Tscherkessen aus Russland und
Deutschland und Vertretern der Kabardinerzucht in
Deutschland wurde beschlossen, ein gemeinsames Zuchtprogramm
zu starten - mit dem Ziel, den Züchtern im Kaukasus eine
Orientierungshilfe zu geben und den Originalkabardiner zu
stärken. Denn genau das ist es, was in Deutschland und
Europa vornehmlich gesucht wird und warum die Rasse hier
bekannt ist. Natürlich haben auch Anglo-Kabardiner eine
Berechtigung und auch Experimente einzelner Züchter in
anderen Richtungen werden immer ihren Platz finden, ABER die
Hauptzuchtrichtung sollte doch der typische und typvolle
Kabardiner sein, so wie er auch in der qualitätsvollen Zucht
der letzten Jahrhunderte das Ziel war.
Das Zuchtprojekt hat den Namen
„10 Hengste und 50 Stuten“ und wird folgendermaßen aussehen:
verschiedene tscherkessische Experten der Kabardinerzucht
werden eine Auswahl von 10 Hengsten aus allen registrierten
Hengsten treffen. Dabei wird ein Hauptaugenmerk darauf
liegen, typvolle und qualitativ höchstwertige Kabardiner
auszuwählen, aber auch ein gewisses Spektrum
unterschiedlicher Qualitäten und Abstammungen in der Auswahl
zu repräsentieren.
Zu diesen 10 Hengsten werden
dann jeweils 5 Stuten passend dazu selektiert – wieder aus
allen neu registrierten Stuten. Auch hier werden vor allem
typvolle und typische Kabardinerstuten ausgewählt, nun aber
speziell passend zu dem jeweiligen Hengst. Auch diese Arbeit
wird von tscherkessischen Spezialisten durchgeführt und
ausführlich dokumentiert.
Insgesamt werden also 10
Hengste und 50 Stuten an dem Programm teilnehmen.
Natürlich wird auch darauf
geachtet, dass die Hengste und die zugehörigen Stuten
möglichst regional zusammen finden können und auch, dass
möglichst viele verschiedene Personen an dem Programm
teilnehmen können und nur in begründeten Ausnahmen mehr als
1 Hengst oder 2 Stuten einer Person in dem Programm Platz
finden.
Um dem Ganzen die nötige
Akzeptanz durch die Züchter zu geben, wird das ganze
finanziell gefördert, jeder Hengst wird eine Prämie
erhalten, sowie auch jede Stute. Angestrebt ist eine Prämie
von einhundert Dollar pro teilnehmendes Pferd. Die genauen
Modalitäten der Auszahlung werden noch erarbeitet, es soll
auch sichergestellt werden, dass auch wirklich eine
Bedeckung stattfindet und die Fohlen anschließend
präsentiert werden. Insofern wird sehr wahrscheinlich ein
guter Teil der Prämie erst im Folgejahr ausgezahlt werden.
Das Projekt wird begleitet von
umfangreichen Präsentationen in Funk und Fernsehen und der
lokalen und regionalen Presse im Kaukasusgebiet und in
Moskau, um die ausgewählten und somit prämierten Pferde auch
in der Wertigkeit entsprechend zu erhöhen und dem Projekt
die nötige Relevanz zu verleihen. Auch in Europa sind
entsprechende Veröffentlichungen damit verbunden. Des
Weiteren werden die selektierten Pferde auf einer Webseite
präsentiert, das Programm und die Beteiligten vorgestellt
und über das Fortschreiten und die Unterstützer, Spender und
Sponsoren berichtet.
Ziel ist ganz klar, den
Züchtern eine Orientierungshilfe zu geben, den
Originalkabardiner zu stärken und vor allem das Ganze nicht
als einmalige Aktion ins Leben zu rufen, sondern als
langfristiges und jährliches Programm, das sich mit der Zeit
auch selbst finanziert und trägt.
Zu Beginn ist das Projekt für
alle teilnehmenden Züchter kostenlos und finanziert sich
über Spenden und Zuschüsse verschiedenster europäischer,
russischer und tscherkessischer Organisationen und
Privatpersonen.
Träger des Projektes wird
vorerst der Verein „Freunde und Förderer des Kabardiner
Pferdes e.V.“ sein, es aber ggf. auf einen neuen
internationalen Verein übertragen, sobald dieser gegründet
ist.
Spendenaufruf:
Personen, Institutionen,
Firmen oder Vereine die sich an dem Programm beteiligen
wollen, können sich ab sofort bei dem Verein „Freunde und
Förderer des Kabardiner Pferdes e.V.“, c/o Tobias Knoll,
Gruselsberg 3 in 94579 Zenting melden. Oder per Mail unter
tobias.knoll@gmx.de oder telefonisch unter 09907/871565. In
Deutschland kann die Spende an diesen Verein gerichtet
werden, und der Spender erhält eine entsprechende
Spendenquittung.