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Zweitageswanderung

Kolya ist ein richtiger Clown und wir lachen viel über ihn, wenn er mit dem Packsattel beladen, einen langen Grashalm in der Schnautze hinter uns her getrabt kommt. Er hat noch etwas Schiss vor dem Wasserschlauch und tanzt Lambada mit mir. Aber nach kurzer Unterordnung und einigen Leckerlies bleibt er - zwar etwas schmollend - stehen und lässt sich die dämliche Dusche gefallen. Sarija ist die Ruhe selbst. Sie lässt sich eigentlich alles gefallen, wenn es nur nicht ein Sattel oder sonst was ist, was man ihr gerade um den Bauch binden will. Wir haben übrigens festgestellt, dass sie lieber ohne Führstrick läuft und so haben wir, wenn sich  nicht gerade saftige Wiesen am Wegrand befinden, beide Pferde frei laufen. Wir geben bestimmt ein lustiges Bild ab. Zu erst läuft die Sarija, dann der Kolya mit Gepäck, dann wir und die Hunde. Manchmal klappt es schon, dass die ganze Kolonne bei "Wola" stehen bleibt, aber wir müssen noch üben.

Wir waren auf einer zwei Tagestour in den Bergen und haben die Pferde über Nacht auf einer Alm gelassen. Sie haben das erste Mal Bekanntschaft mit Kühen gemacht (und die Kühe wohl mit Pferden). Beide Seiten waren sehr neugierig aufeinander. Kolya fand es ziemlich doof, dass die Kühe immer von hinten ihm am Po geleckt haben. Schliesslich hat er Kühe jagen gespielt und die Sarija  vor diesen plumpen Tieren immer wieder beschützt. Er wäre wohl lieber Schäferpferd geworden. Abends haben sie sich in die Nähe des Feuers gestellt, damit sie Ruhe vor den Fliegen haben. Sie kennen das wohl. Erst hatte ich etwas Bammel,  wegen dem Einfangen am nächsten Morgen, aber sie sind zum Glück in der Nähe der Alm geblieben und haben sich ganz lieb wieder einfangen lassen (Als ob wir das seit Jahren jeden Tag tun würden). Bei uns hat heute die Jagt begonnen und so tragen wir alle leuchtende Farben (Pferde, Hunde und wir). Kolya trug zusätzlich noch eine Glocke, diese war aber auch dazu gedacht, dass wir die Pferde schneller finden, sollten sie sich beim Fressen doch zu weit von uns entfernen. Es waren zwei schöne Tage und den Rest erzählen die Bilder.

Viele liebe Grüsse von uns

Kurt, Gela und Viehzeug

Sarija und ich meistern gemeinsam den ersten Aufstieg im Steinbruch Kolya, wie meistens frei, läuft zielstrebig mit Gepäck der Sarija ohne zu zögern hinter her. Dabei ist es egal, ob es steil berghoch oder bergab geht. Kolya legt sich in der Pause (über zwei Stunden über den Mittag, dabei sind wir erst nach 10:00 Uhr los, aber es ist so schön auf dieser Wiese mit all den Bergen drum herum) hin. Zwar nur kurz aber ich habe mich riesig gefreut. Er lag ca. 20 m von uns entfernt. Dabei hat er aber nicht aufgehört zu fressen. Danach hat er sich noch kurz gewälzt und dann ist er zufrieden zur Sarija getrabt.
Sarija und Kolya. Es wird immer zusammen gefressen. Am besten Kopf an Kopf. Sie scheinen sich wirklich zu mögen, auch wenn es manchmal noch kleine Streitereien gibt. Sie fressen sogar zusammen Kraftfutter aus einer Schüssel. Aufbruchstimmung auf der Alm. Wir hatten sehr viele Zuschauer, welche unser Treiben doch sehr spannend fanden. Der Bordercolli des Hirten hat schliesslich aufgepasst, dass die Rindviecher dem Kolya nicht zu nahe kommen und wir ihn in Ruhe bepacken konnten. Er ist ein super intelligentes Tierchen. Es ist faszinierend ihm beim Arbeiten zu zuschauen.
Heimweg Die ganze Truppe  




Bild 7: Heimweg