Ich und Kabardiner – Warum eigentlich ?
Tja, so werde ich mittlerweile oft gefragt und
eigentlich ist das eine sehr gute Frage, wenn man bedenkt, dass ich im
Februar 1997 niemals an derartiges gedacht hätte, aber so kommt es
manchmal doch plötzlicher und ganz anders als man denkt ... J
Also ich bin 1972 geboren und habe mich schon ca.
1988 für meine heutige Freundin Karin entschieden. Karin ist seit sie
ungefähr 8 Jahre alt war und endlich schnell genug war um für ein paar
Stunden von zu Hause ausreißen zu können immer auf Pferdehöfen gewesen
um dort auszumisten und vielleicht auch mal reiten zu dürfen – eines
dieser netten Mädchen von denen jeder Hofbesitzer heute träumt, die viel
arbeiten und kaum was dafür kriegen. Wir lernten uns dann in der
10.Klasse Gymnasium kennen und fortan fuhr ich auch auf Pferdehöfe und
lernte sowohl ausmisten, als auch „reiten“ – will heißen, ich saß
zum ersten Mal auf einem richtigen Pferd. Dieses Pferd hieß Prinz, war
mindestens 170cm Stockmaß und es gibt sogar ein Foto – ob ich das aber
jemals veröffentliche weis ich noch nicht. Karin hatte dann sogar ihr
erstes eigenes Pferd, eine 30-jährige Dülmenerstute names Nelli – die
leider schon 2 Jahre später am Cushing-Syndrom starb.
Wir begannen beide mit dem Studium (Ich
Elektrotechnik, Karin nach der Chemielaborantenlehre dann Chemie) an der
Uni Erlangen und Karin konnte weniger zum Reiten. Sie hatte zwar ein
Pflegepferd, aber das wahre war das nicht. Dann fanden wir einen Hof, auf
dem Pferde verliehen wurden und wo auch ich mit meinen damals noch
bescheideneren Reitkenntnissen ausreiten durfte. Ja, das war dann doch
eher meins, als so in der Bahn rumgurken, die Pferde waren nicht so groß
und diese kleine schwarze Stute war wirklich ziemlich nett. Das war im Frühjahr
1997. Wir sind dann öfter und regelmäßig dort hin, haben uns sogar
einen Roller gekauft, da das mit dem Fahrrad doch etwas weit war und wir
ein Auto noch nicht hatten. Das Ganze machte mir zunehmend Spaß und
irgendwann hieß es die nette schwarze Stute (die übrigens Temsa heißt!)
soll verkauft werden – und zur Überraschung aller kaufte ich diese
Stute ... (auch zu meiner eigenen Überraschung).
Den Preis konnte ich mir leisten, das Reiten machte
Spaß, sie war ganz mein Typ und wegen dem Unterhalt musste ich mir auch
keine Sorgen machen, da ich gerade mit dem Studium fertig war und mit der
Arbeit begann – ja und Karin freute sich natürlich auch – was auch
wieder mich freute.
Diese Stute hatte dann überraschenderweise Papiere
und stellte sich als Kabardiner heraus. Tja, wenn man schon Papiere hat,
dann sucht man auch mal, was das denn ist, was sich aber als äußerst
schwierig herausstellte. Nach langer Suche fanden wir ein Buch, in dem die
Rasse erwähnt wurde – ganz kurz mit einem Foto – nicht viel aber
immerhin. Ich suchte dann per Internet weiter, sowie über Newsgroups (vor
allem de.rec.tiere.pferde) und fand immerhin eine Internetseite in
Amerika, auf der die Pferde auch erwähnt waren und als selten und schützenswert
herausgestellt wurden. Über die Newsgroup fand ich dann auch noch eine
Frau an der Nordsee, die einen Hengst hatte und ich begann mir zu überlegen,
ob ich nicht vielleicht ein Fohlen ziehen will – wenn die Rasse schon so
selten ist ?!
Karin hatte sich mittlerweile auch entschlossen, dass
sie auch ein Pferd will. Barock – vielleicht ein Friese soll es sein. Da
kam es gerade richtig, dass uns eine barocke Stute vorgestellt wurde –
vermutlich Lipizzaner, mit Bränden, aber ohne Papiere, mit tollem
Gangwerk und gesund – bis auf eine abklingende Bronchitis (nicht ganz
korrekt wie sich herausstellte).
Naja, so hatten wir dann 2 Stuten und brauchten jetzt
nur noch 2 passende Hengste – denn ein Fohlen alleine ist ja auch
nichts. Die Frau in Schleswig-Holstein verwies mich an einen Herren in
Hessen, der sich mit der Rasse weit besser auskennt, da sie selbst
eigentlich auch kaum was wusste. Der Herr schickte mir Deckanzeigen seiner
2 Hengste (Edil-Ezop und Etalan) zu und telefonierte ausgiebig mit mir und
nach langem hin und her fand sich ein Termin, zu dem wir, ohne jemals den
Hof, den Hengst (wir hatten uns für Edil entschieden) oder den Mann persönlich
gesehen zu haben, nach Kassel fuhren und wo ich meine Stute 2 Wochen lang
stehen lies. Mir gefiel das zwar nicht so sehr, aber Temsa offensichtlich
umso mehr. Bei dem einen Besuch zwischendurch, konnte sie kaum eine halbe
Stunde mit uns spazieren gehen, so eilig hatte sie es wieder zu
„ihrem“ Hengst zurückzukommen. Nun ja und 2 Wochen später und um
einige tausend Mark ärmer war sie dann ja auch wieder da.
Auch Karins Stute (die mittlerweile „Estrela da
Alvorada“ hieß) wurde kurz darauf gedeckt und zwar von einem wunderhübschen
Andalusier - auch ohne Papiere, da wir ja auch für die Stute keine
hatten.
Und etwa zu diesem Zeitpunkt entschied sich meine
Mutter noch dafür, auch reiten zu wollen – und das obwohl sie kaum mehr
sieht und wir entschlossen uns ein Verlasspferd zu suchen, das wir uns
dann teilen. So kamen wir über unseren Hofbesitzer (ein Westerntrainer
mit Connections nach Italien) an einen Andalusier-Quarter den wir Merlin
tauften. Wir kauften ihn von 2 Fotos, weil der Kopf so nett war und die
Augen so hübsch ...
weiter zum 2.Teil |
Wer bin ich
??
Name: Tobias Knoll
Geb: 1972
Beruf: Dipl.Ing. Elektrotechnik
verheiratet mit:
Karin Stadtherr
mehr bei Besuch persönlich |
Der Anfang: die Kabardinerstute Temsa

Estrela da Alvorada


Merlin

Ezop-Edil


Principé (Estrelas "Mann")


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