Ich und Kabardiner – Warum eigentlich ? - Teil2
So und weiter geht es ...
Der April 1999 war gekommen und unser Italiener Merlin und die Fohlen waren schon bald zu erwarten, aber es war noch Ruhe vor dem Sturm und so nutzen Karin und ich die Gelegenheit nochmal schnell in den Urlaub zu fahren. 2 Wochen Radfahren in Arizona - mal noch so was richtig anstrengendes in einer atemberaubenden Landschaft. Das war dann wohl mein anstrengendster aber auch einer der schönsten Urlaube bisher. Aber zum Ersten mal freuten wir uns beide zum Ende des Urlaubs doch so richtig aufs Heimkommen. Ja und Mitte Mai war es dann soweit, Elrond Elessedil kam zur Welt - ganz ohne unsere Hilfe und 2 Wochen nach dem Termin. 2 Wochen lang hatten wir auch auf dem Dachboden des Stalles in Schlafsäcken übernachtet bei nicht "allzu" warmem Wetter. Es hielten uns eh schon alle für nicht ganz dicht und langsam fragte ich mich -
vor allem wenn ich vom Stallboden nach dem Waschen in die Arbeit fuhr - ob das stimmt ?! Aber was
soll's, Hauptsache dem Fohlen geht es gut und das war ganz offensichtlich der Fall, auch wenn es fast nur aus Beinen bestand.
Der nächste Tag bot dann auch schönes Wetter und so durfte Elrond gleich am ersten Tag raus auf den Reitplatz und in der warmen Sonne ein wenig die Welt erkunden. Temsa war unheimlich stolz, aber auch unheimlich müde. Aber immer wenn Sie sich hinlegte, fing Elrond an ein wenig herumzulaufen, was ihr dann keine Ruhe lies und sie mußte wieder hoch. Ja und so verliefen die nächsten Tage weiter, ich fuhr morgens immer vor der Arbeit am Hof vorbei und besuchte meinen Kleinen und brachte ein Stück Brot für die Mama, sowie auch für Estrela. Estrelas Fohlen hatte noch lange nicht Termin, so daß wir endlich mal wieder zu Hause - in Ruhe - schlafen konnten. Aber weit gefehlt ! Eines morgens - 2 Wochen vor Estus Termin - fahre ich auch wieder am Hof vorbei, schaue zu meinem Kleinen und bringe auch Estrela ein Brot und will wieder fahren - da durchfährt es mich wie ein Blitz !! In Estrelas Box liegt ein Fohlen - 2 Wochen vor der Zeit ! Wie von der Tarantel gestochen schaue ich erst mal, ob alles ok ist, dann hole ich den Stallarbeiter aus dem Bett und fahre schnell los um Karin zu holen, die ich von unterwegs aus schon anrufe. Sie steht völlig verdaddert vor der Tür, hat ihr Lernzeug und was zum Essen unterm Arm als ich sie hole und 5 Minuten später sind wir wieder am Hof. Der kleinen Dame geht es gut, aber natürlich machen wir uns sorgen, weil sie ja zu früh dran ist. Sie ist auch etwas durchtrittig, aber ansonsten völlig in Ordnung entwickelt und quitschlebendig, wie sich auch schnell auf dem Reitplatz zeigt, auf dem sie dann auch Elrond kennenlernt, der jetzt schon 3 Wochen alt ist. Elrond ist allerdings alles andere als charmant zu seiner kleinen "Schwester" und will halt ein wenig mit ihr kämpfen und spielen. So lernt "Preciosa de Principé" sehr schnell wie man ausschlägt und sich lästige Verehrer vom Hals hält.
Die beiden waren unheimlich verschieden, verstanden sich aber mit der Zeit unheimlich gut. Elrond war Menschen gegenüber unheimlich offen und freundlich und einfach ein Knuddeltier, Preciosa lies sich anfangs garnicht anfassen, mit der Zeit sah sie aber bei
Elronds, das das garnicht so schlimm ist und genoss es eigentlich ja auch, wenn man sie streichelte - das tat ja schließlich sooo gut. Ja und nach 3 Wochen war dann auch bei ihr der Damm gebrochen und man konnte sie streicheln. Dann fing auch die Zeit an, in der wir endlich wieder ausreiten konnten - mit den Fohlen bei
Fuß (oder zumindest irgendwo im Unterholz nebenan). Das ist mitunter eine der schönsten Sachen bei Fohlen, wenn Sie während dem Ausritt so nebenan mitlaufen, durchs Gebüsch springen und die Gegend erkunden - vor allem wenn sie dann zu zweit sind ist das gleich noch viel toller und man kann sich gegenseitig anspornen. Preciosa wurde hier von Elrond auch recht gefordert, war er doch älter und auch durch seine Anlagen trittsicherer, mußte sie hier aufholen, was sie aber mit bravour trat. Anfangs noch der Meinung, daß man doch auf diesem breiten Weg hier viel schöner laufen kann, sprangen die beiden bald so wild Abhänge hinauf und
hinunter und über Geröll, daß wir teils wegschauen mußten, weil wir das drohende Unglück nicht mit ansehen wollten.
Ja und nicht zu vergessen Merlin war jetzt da. Er war wirklich so nett und hübsch, wie wir von dem Foto erwartet hatten und wir freuten uns auch über ihn sehr, aber wir hatten dann doch
erhebliche Probleme schon in der ersten Zeit. Etliche Schwierigkeiten traten auf, beim laufen über Äste und Stangen lief garnichts, eine Gerte versetzte ihn in regelrechte Panikzustände und seine Hinterhand wirkte beim Laufen irgendwie verkehrt ...
Wir waren anfangs der Meinung - naja, der Transport war nicht einfach, aber es zeigte sich doch bald, daß das Problem tiefer lag - der Weg bis heute ist äußert steinig und das aktuell wichtigste ist Merlin bleibt trotz der festgestellten leichten Ataxie bei uns, ist ordentlich reitbar, wenn er ständig im Training bleibt und ist ein wunderbar nettes und offenes Pferd, dem es Spaß macht rauszugehen, der jederzeit willig und verfügbar ist und ohne der hervorragend als Fohlenspielpartner dient. Vielleicht schreibe ich mal einen Bericht über diesen
Netten alleine und seine Anamnese.
der 3.Teil ... |
Wer bin ich
??
Name: Tobias Knoll
Geb: 1972
Beruf: Dipl.Ing. Elektrotechnik
Quasi verheiratet mit:
Karin Stadtherr
mehr bei Besuch persönlich |
Preciosa de Principé


Elrond


und beide:

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