Die Gebirgskoenige und Distanzcracks aus dem Kaukasus!
1976 kam ich zum ersten Mal in Kontakt mit einem Kabardiner. Ich hatte damals einen ungarischen Vollbluthengst von der Rennbahn. Eines Tages kam ein alter Bauer zur mir und fragte, ob er mit seiner Stute zum Decken kommen könnte. Auf meine Frage, was das denn für eine Rasse sei, sagte er ein Balkajer. Nie gehört !! War mir auch egal, ich wollte meinem Henst den Spaß gönnen. Die Stute war als Traber bei ländlichen Rennen eingesetzt.
Eineinhalb Jahre später stand der selbe Bauer abends vor meiner Tür, ganz aufgeregt. Sein Sohn hätte alles verspielt und versoffen, am nächsten Tage würde der Hof versteigert, auch alle seine Pferde. „Aber des Heißerl hab i versteckt. Des miaß ma aba heit no hoin“
Also Auto „gesattelt“, Hänger dran und zu einem Schuppen in einen Wald gefahren. Dort stand ein verzweifeltes kleines 4 Monate altes schwarzes Pferdchen. Tochter der Balkajerstute und meines ungarischen Hengstes. Hab sie dann mit Kuhmilch von der Nachbarin und Traubenzucker und Honig aufgepäppelt. So kam ich zu meiner Lissy.
Als echtes Waisenkind wuchs sie bei mir als Familienmitglied heran. Als ich sie mir 3 Jahren zuritt, war das für mich eine ziemliche Umstellung – vom bayer. Warmblut auf ein 1,50 m „kleines“ Pferdchen. Ich stellte meinen Reitstil um, merkte aber bald, was für einen Schatz ich da ergattert hatte. Lissy war von Anfang an eine „Laufmaschine“. Selbst im Schritt läuft sie heute noch jedem großen Warmblüter davon. Da steckt eine Schubkraft dahinter, daß man denkt, in der Hinterhand sitzt ein Motor.
Irgendwann las ich einmal einen Roman über einen Rebellen im Kaukasus und fand darin den Satz: „Sein wertvollster Besitz waren die Balkaja-Kabardiner“ und von da an wußte ich, daß ich hier einen Kabardiner habe.
weitere Infos auch bei Sisco
Nachkommen mit Sisco: , Jasmin und Sharim, zwei Schimmel und Nikolajund Natascha (zwei Rappen)
weiter Nachkommen: Pnina, und wer
weiss was noch kommt ;-)
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| Lissy mit Pnina | im typischen "Kabardinerkleid" | in ihrer Herde |